Tag 6+7 Mount Laguna ins nirgendwo

Tag 6+7 Mount Laguna ins nirgendwo

Tagesstrecke: 18 Meilen/12 Meilen

Da wir die Nacht in der Hütte verbrachten war ich morgens etwas trödelig und bin erst gegen kurz nach 8 losgelaufen. Der Tag startete traumhaft es war kühl, die Sonne schien und es ging gemütlich durch einen Pinienwald aus Mount Laguna raus. Bis dato hatte mich die Umgebung nicht so wirklich begeistert, bestand sie doch zu 90% aus Felsen und niedrigen Büschen. Doch als ich um eine Kurve bog und plötzlich von einem Berg meilenweit in die Wüste gucken konnte war ich einfach nur begeistert. Für diesen Ausblick haben sich 4 Tage bergauf gelohnt.

Der tolle Blick begleitete mich den Großteil des Tages.

Gegen Mittag kam ich an der letzten Wasserstelle für die nächsten 25 Meilen an und der Rucksack wurde mit gut 7 Litern Wasser bepackt.

Das Wasser aus dem Hahn war zum Glück nicht so braun wie auf dem Bild. Ohne Filter sollte man es aber wohl nicht genießen.

Eigentlich hatte ich vor an diesem Tag nur knapp 14 Meilen zu machen, lies mich aber dazu überreden mit einigen anderen am Sunrise Trailhead zu übernachten. Im Nachhinein keine gute Entscheidung, die letzten 2 Meilen waren nur noch Schmerzen und ich war fix und fertig als ich dort endlich ankam.

Am nächsten Tag beschloss ich recht schnell den anderen nicht weiter zu folgen. Ein weiterer 18 Meilen Tag war einfach nicht drin. Mir steckte der letzte Tag noch in den Knochen. Es war zwar schade, die Gruppe zu verlieren aber wie heißt es so schön hike your own hike. Ich mach lieber weiterhin langsam und genieße den Weg als das ich auf Teufel komm raus mit den anderen mithalte.

Der Tag war ziemlich heiß und ich kam nur langsam voran. Aber es gibt eine Sache die jeden Hiker schneller werden lässt. Trail Magic. Ich hatte knapp 10 Meilen hinter mir, als ich in der Ferne ein Auto auf einem Schotterweg stehen sah. Am Anfang schien es in der Mittagshitze wie eine Fatamorgana doch dann sah ich andere Hiker. In der Hoffnung auf ein kaltes Getränk verflogen die letzten hundert Meter. Und da war es Trail Magic. Kalte Cola, Bier, Obst und Chips ein Traum. Da ich es nicht eilig hatte verbrachte ich 2 Stunden mit Happy Feet (dem wir diesen Luxus zu verdanken hatten) und anderen Hikern.

Nach weiteren 2 Meilen fing ich an einen Schlafplatz zu suchen und ging davon aus, dass ich die Nacht zum ersten Mal ganz allein verbringen würde. Doch plötzlich saßen da drei Mädels, unter ihnen Sierra von der ich dachte sie wäre schon längst über alle Berge. Kurz darauf kam noch Emily und wir waren zu fünft.

Es war der perfekte Platz zum cowboy-campen. Kein Zelt, nur Isomatte und Schlafsack unter freiem Himmel. Nach einer Operation von Sierras Monsterblase und einer lustigen Pyjamaparty schliefen wir unterm Sternenhimmel ein.


3 Gedanken zu „Tag 6+7 Mount Laguna ins nirgendwo

  1. Hallo Anne, was für eine grandiose Landschaft! Und wieder ein toller Bericht! Und unter freiem Himmel schlafen – ein Traum!

  2. Hey Anne,
    schön von dir zu lesen 🙂 Was für eine traumhafte Aussicht! Und die Nacht unterm Sternenhimmel klingt auch großartig 😃 Pass weiterhin gut auf dich auf! ..ich hoffe, deine Füße sind noch von größeren Blasen verschont.

    1. Ja die Nacht war wirklich toll 😊 und meine Füße sind noch völlig blasenfrei. Hoffe das bleibt auch so.

Die Kommentare sind geschloßen.

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