Vorbereitungen Volume Two

Vorbereitungen Volume Two

Diese Woche konnte ich zwei ganz wichtige Punkte von meiner To-Do-Liste abhaken. Das Permit und das US-Visum.

Permit

Ja man braucht tatsächlich eine Erlaubnis um den Pacific Crest Trail zu wandern. Theoretisch würde es auch ohne das Permit gehen, aber man müsste sich dann für manche Nationalparks einzelne Permis besorgen oder hoffen, dass man nicht auf einen Ranger trifft.

Die Pacific Crest Trail Association (PCTA), welche für die Erhaltung des Trails zuständig ist, vergibt jedes Jahr die Permits. Dieses Jahr zum ersten Mal schon im November. Für jeden Tag werden max. 50 Permits (35 im November 15 weitere im Januar) vergeben um zu vermeiden, dass 300 Leute an ein und dem selben Tag starten. Da die meisten Hiker im April starten und die Anzahl der Plätze begrenzt ist, habe ich wie hunderte Hiker auch am 1. November angespannt vor dem Rechner gesessen und versucht schnellstmöglich mein Wunschdatum (den 15.04.2018) zu sichern. Tatsächlich war die Hompegae nur Sekunden nach dem die Anmeldung freigegeben wurde deutlich überlastet. Nachdem man sein Wunschdatum ausgewählt hat, ist es 13 Minuten lang reserviert und man wird Schritt für Schritt durch die Anmeldung geführt, aufgrund der vielen Anfragen dauerte es aber jedesmal etwa 2 Minuten, bis die nächste Seite aufgerufen wurde und 13 Minuten können dann sehr schnell vorbei sein. Ich hatte glück und konnte in der letzten Minute meine Anmeldung abschließen und hab mein Wunschdatum bekommen.

Viele hatten nicht so viel Glück, die Zeit lief ab und sie mussten von vorne starten, dabei kam es vor, dass das gewünschte Datum schon weg war. Nach einer guten halben Stunde war der April dann auch endgültig voll und auch die angrenzenden Wochen im März und Mai.

Visum

Nach dem ich meinen neuen Reisepass erhalten habe, konnte ich mich am letzten Wochenende um mein Visum kümmern. Um mich 6 Monate in den USA aufhalten zu dürfen, benötige ich das so genannte B1/B2-Visum. Hierzu muss man zunächst das DS-160 Formular online ausfüllen. Hier wird so ziemlich alles abgefragt was man sich so denken kann. Von den Personendaten und Berufsinfos über vorherige Reisen in die USA bis hin zu Straftaten. Das ganze dauert etwas, ist aber im Prinzip nicht sonderlich kompliziert. Als Kontaktadresse in den USA habe ich die der PCTA verwendet, da ich keinerlei Bekannte in den USA habe. Natürlich wird auch ein Passfoto benötigt, was allerdings deutlich von den biometrischen Passfotos für deutsche Ausweise abweicht, also unbedingt drauf achten, dass man sich hier extra Bilder machen lässt.

Nachdem man das ganze abgeschickt hat muss man erstmal bezahlen, bevor man einen Interviewtermin bei der Botschaft machen kann. Ehrlich gesagt fand ich diesen Schritt total umständlich oder ich hab mich einfach doof angestellt. Da ich keinen direkten Link zur Bezahlung gefunden habe, hab ich mich wir blöd durch die Homepage der US-Botschaft geklickt, bis ich erfolgreich war. Man muss sich dan nochmals auf einer externen Seite registrieren und dort dann mit Angabe der Antragsnummer bezahlen (160 $ waren dann 136 €). Wenn man per Sofort-Überweisung zahlt, kann man nun auch direkt den Termin bei der Botschaft machen. Lange warten muss man hierzu zumindest bei der Frankfurter Botschaft nicht, die ersten Termine waren schon 3 Tage später frei.

Die Fahrt nach Frankfurt ist aus dem Ruhrgebiet leider nicht mal eben gemacht, daher musste ich mit einen Tag frei nehmen und bin auch schon um halb 6 morgens losgefahren. Nach möglichkeit soll man nichts weiter mitnehmen als die Antragsunterlagen, im schlimmsten Fall schicken die einen wieder weg, wenn zum Beispiel das Smartphone dabei ist. Um da kein Risiko einzugehen, hatte ich wirklich nur meine Unterlagen, meinen Autoschlüssel und Mini-Geldbeutel mit ein paar Euros dabei. Um kurz nach 9 kam ich bei der Botschaft an, dort bekommt man draußen an einem Schalter erstmal ein Ticket und dann ging es los mit Schlange stehen. In der ersten Schlange durfte ich ca. 20 Minuten warten, bis ich zur Sicherheitskontrolle durfte. Von dort aus geht es dann rein in eine große Halle hier hieß es erneut Schlange stehen, etwa 30 Minuten bis man an einem Schalter Fingerabdrücke abgeben durfte und an eine neue Reihe verwiesen wurde, wo dann das Interview stattfinden sollte. Dort stand ich tatsächlich 1,5 Stunden ohne eine Möglichkeit zu sitzen, die Toilette zu benutzen oder sich was zu trinken holen zu können an (naja gut man hätte bestimmt jemanden gefunden, der einem kurz den Platz frei hält). Aber ich wollte das Visum so sehr, dass ich da auch den ganzen Tag gestanden hätte. Fand es jedoch sehr unglücklich gelöst, dass nicht die Nummern aufgerufen wurden, sondern dass man sich anstellen musste. Gerade für einige ältere Menschen und eine Familie mit Baby schien das ganze sehr anstrengend. Als ich dann endlich an der Reihe war, ging es extrem schnell. Die wirklich nette Dame, die den PCT nicht kannte, stellte mir exakt 3 Fragen: Was wollen Sie in den USA machen? Wieviel Geld werden Sie vorraussichtlich ausgeben? Wie lange wird das ganze dauern? Dann hieß es nur, dass Visum ist genehmigt und ich bekomme meinen Pass per Post zurück, sie wünschte mit viel Erfolg und nach 2 Minuten war das Interview vorbei.

Ich hatte ja anfangs schon Schiss, dass ich kein Visum bekomme, da wohl oft danach gefragt wird was man mit dem Job in der Zeit macht. Die Antwort, dass ich kündigen werde schien mir jetzt nicht unbedingt die präferierte zu sein. Aber zum Glück musste ich hierzu keinerlei Erklärung abgeben und die ganze Aufreung vorher war völlig umsonst. Die Mitarbeiter bei der Botschaft waren wirklich ohne Ausnahme sehr freundlich sprachen alle sowohl fließend Deutsch als auch Englisch und trotz der langen Wartezeiten war der ganze Besuch sehr entspannt.

 


3 Gedanken zu „Vorbereitungen Volume Two

  1. Ich werde den Trail auch nächstes Jahr angreifen. Habe mich ebenfalls für den 15. eingetragen, doch da warst du wohl schneller als ich, werde jetzt drei Tage vor dir anfangen. 🙂
    Vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr!
    LG

    1. Cool. Bezweifle, dass ich dich in meinem Schildkrötentempo einhole, aber man weiß ja nie was sich so ergibt. ☺
      LG Anne

  2. Schön, das war doch mal ein Erfahrungsbericht, über den ich so noch nichts gelesen habe. Immer nur Permit ja und das wars.

    Aber das ist schon ziemlich aufwendig was da abgeht. Und das mit der Terminvergabe ist irgendwo verständlich, sonst würde das Ganze wohl derzeit (und in den letzten Jahren) komplett überrannt werden. Aber auch ärgerlich, wenn man einen haben will…

Die Kommentare sind geschloßen.

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