Warum tut man sowas

Warum tut man sowas

Wenn ich jemanden von meinem Plan erzähle über 4.000 km von Mexiko nach Kanada laufen zu wollen, erhalte ich in der Regel eine von zwei Reaktionen. Entweder völliges Unverständnis, deutlich an einem spöttischen Lächeln oder zusammengezogenen Augenbrauen zu erkennen, oder eine Mischung aus Anerkennung und Neugier, oft begleitet von großen Augen bis hin zu einem sehnsüchtigen Blick. Die Personen der Kategorie eins werden wahrscheinlich trotz aller Erklärungen nie ganz verstehen, warum ich so was mache. Aber danke an meinen Papa und meinen Freund, dass ihr es zumindest versucht und das Lächeln nicht so ganz spöttisch ist 😉

Wahrscheinlich hat jeder der auf dem PCT unterwegs ist ein bisschen andere Beweggründe. Für mich gibt es auch nicht den einen Grund, es ist eine viel zahl von Gründen, die mich auf diesen Weg führen.

Der Hauptgrund ist aber, dass ich einfach mal ein richtiges Abenteuer erleben will. Natürlich lassen sich Abenteuer auch erleben ohne den Job zu kündigen, das ganze Hab und Gut zurückzulassen und für 5 Monate komplett aus dem Alttag auszusteigen, aber es soll ja auch eine Herausforderung sein und diese liegt eben in der Länge des Trails. Ich hoffe auf dem Trail meine Grenzen austesten zu können, über mich selbst hinauszuwachsen, die Zeit meines Lebens zu verbringen und mich nur um drei Probleme kümmern zu müssen: Trinken, Essen und einen sicheren Schlafplatz.

Mir ist klar, dass der Trail nicht einfach wird. Kilometerlange Etappen ohne Wasser, Berghänge mit metertiefem Schnee, hüfttiefe Flüsse die überquert werden müssen und die grundsätzliche Belastung von fast 20 Meilen=32Kilometer die ich täglich laufen muss. Von meiner Angst vor Schlangen, Bären, Berglöwen und allem anderen Getier will ich gar nicht anfangen 😉 Man findet immer irgendwelche Ausreden irgendetwas nicht tun zu können. Also Schluss mit den Ausreden und raus aus der Komfortzone. Ich wandere von Mexiko nach Kanada!


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