WAS IST DER PCT

WAS IST DER PCT

Der Pacific Crest Trail (PCT) ist ein knapp 4280km langer Fernwanderweg im Westen der USA. Der Startpunkt des PCT liegt direkt an der mexikanischen Grenze bei einem kleinen Örtchen Namens Campo. Die Strecke führt von dort aus Nordwärts durch Kalifornien, Oregon und Washington bis zum Endpunkt an der Kanadischen Grenze in Manning Park. Dabei führt der Weg sowohl durch trockene Wüstengebiete mit Temperaturen bis zu 40 Grad als auch in Bergregionen mit bis zu 4000 Höhenmetern. Wer den kompletten weg läuft, durchquert dabei 5 geografische Zonen, wobei jede ein eigenes Klima aufweist. An Abwechslung wird es auf dem Trail also nicht mangeln.

Bis vor einigen Jahren liefen nur ein paar hundert Hiker jedes Jahr auf dem PCT und längst nicht alle schlossen den kompletten Trail ab. In den letzten Jahren hat die Zahl der Wanderer deutlich zugenommen. 2016 nahmen sich fast 3500 Menschen vor den PCT in Nord- (Nobo) teilweise auch in Südrichtung (Sobo) zu laufen dazu kommen über 2000 Section-Hiker die nur auf Teilen des PCT unterwegs sind.

Organisatorisch ist ein Thru-Hike nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt. Allein in Deutschland gibt es etliche Punkte zu Regeln. Was mach ich mit dem Job? (Ich werde meinen tatsächlichen Kündigen) Wie beantrage ich das Visum? Was mach ich mit der Krankenversicherung und den ganzen laufenden Kosten? Dann muss die entsprechende Ausrüstung neu angeschafft oder ausgetauscht werden. Diese wird getestet, erneut ausgetauscht, getestet…..  (Outdoor und Ultralight-Enthusiasten können sich selbst über die Vor- und Nachteile einer Wasserflasche seitenweise auslassen, von essentiellen dingen wie Zelt und Rucksack will ich gar nicht erst reden, bis ein Teil dann wirklich im Rucksack landet kann es ein langer Weg sein).

Auch vor Ort ist ein Thru-Hike nicht gänzlich ohne Organisation zu schaffen. Ich habe mir selbst vorgenommen so wenig wie möglich zu planen. Aber zumindest grob sollte man immer die nächsten Tage im Blick haben, um zu wissen wie viel Essen man dabeihaben muss, bis man in einer Stadt wieder Nachschub holen kann. Auch die Wasserversorgung sollte man insbesondere in den anfänglichen Wüstengebieten immer im Auge haben. Dort können zwischen 2 Wasserquellen (im Notfall dient auch eine Viehtränke als Wasserquelle) schon mal 40 km oder mehr liegen. Der ultraleichte Rucksack den man mit viel Verzicht auf ein Basisgewicht von 6kg gebracht hat, wird also direkt zum Start mit kiloweise Wasser und Essen aufgefüllt, so kann Ultraleichtwandern dann auch aussehen.