Zero in Mount Laguna

Zero in Mount Laguna

Es war verdammt kalt heute Nacht. Also wurde zum Schlafen alles angezogen was da war. Merino Leggings unter die Wanderhose, Top, T-Shirt und Thermo-Shirt. Ein Liner unter den Quilt und zusätzlich noch die Daunenjacke über die Beine gestopft. Und nachdem ich eine halbe Stunde vor mich hingezittert habe wurde es auch langsam warm, so dass ich schlafen konnte.

Die richtige Schlafposition hab ich noch immer nicht gefunden. Ich Schlaf normalerweise auf dem Bauch und brauch 2 Meter Platz dafür wenn ich dann meine Arme und Beine im Bett verteile. Meine Matratze ist aber nur 50 Zentimeter breit. Meine Beine bekomm ich irgendwie gebändigt, aber meine Arme sind dauernd im Weg. Entweder hängen sie aus dem Quilt raus und drohen zu erfrieren oder sie sind doof unter mir verkeilt. Naja irgendwie ging es dann doch. Auch wenn ich jede Stunde kurz wach war.

Am nächsten Tag war schnell klar, dass wir nicht wandern wollten. Es stürmte wie verrückt Regen und Schnee war angesagt und der nächste Abschnitt soll sehr ungeschützt sein. Uns den ganzen Tag im Freien den Arsch abfrieren wollten wir auch nicht.

Also bin ich um kurz vor 9 zum Shop, der auch kleine Hütten vermietet. Das ganze dürfte eigentlich nicht so kompliziert sein möchte man denken, aber ich hab selten sowas unorganisiertes erlebt. Der Herr im Shop konnte weder mir noch anderen Hikern sagen ob er evtl. was frei hat. Er nahm lediglich unsere Namen und Nummern auf und dann standen wir da. Hin und wieder gab es wage Äußerungen ob und welche Hütten frei sein könnten, da ich auf Platz 2 der Liste war rechnete ich mir ganz gute Chancen aus. Da etliche Hiker immer wieder in den Shop gingen um sich einen Kaffee oder sonstiges zu holen um sich aufzuwärmen beim warten, hatte der Herr definitv einen guten Umsatz.

Um 12 Uhr hatte dann endlich das Cafe auf, so dass zumindest einen warmen Mittagessen nichts mehr im Weg Stand. Gegen 2 Uhr kam dann auch endlich der ersehnte Anruf. Wir hatten Glück bekamen eine Hütte und konnten uns richtig aufwärmen. Die Info die Heizung nicht über 70 zu stellen ignorierten wir natürlich und so war es in der zugigen Hütte halbwegs warm. Eigentlich durften nur 4 Leute in der Hütte sein, da Eric aber dann doch nicht weitergewandert ist, hat er in der Hütte auf dem Boden geschlafen. Konnten den armen Kerl ja nicht zurück in die Kälte schicken. So waren wir also mit Sierra, GQ, Eric einer Kanadierin namens Josee und mir zu fünft und hatten einen recht lustigen Abend.

Am nächsten Morgen sah die runtergekommenen Anlage im Sonnenschein sogar ganz hübsch aus.


Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: